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"Der SVH ist wie eine groe Familie"

Meldung vom 10.01.19

Alexander Gazdag freut sich auf eine weitere Fuballsaison als Spielertrainer in Hrzhausen.

Hrzhausen (SZ) Fnf Jahre lang als Spielertrainer beim gleichen Verein? Vor zwlf Monaten noch hatte Alexander Gazdag das fr eher unmglich gehalten. Inzwischen jedoch ist das anders. So hat der Arnbacher dem SV Hrzhausen nun erneut sein Jawort gegeben, er wird auch 2019/20 wieder fr den Fuball-A-Klassisten aus dem Altlandkreis Schrobenhausen arbeiten.

Schon seit 2015 ist Gazdag mittlerweile bei den Rotweien, die zuletzt auch ab und zu blau gewandet auftraten - zweifellos eine lange Zeit. Htte er jetzt die Lust versprt, nach der laufenden Spielzeit woanders einen Neuanfang zu starten - fr Auenstehende wre es absolut nachvollziehbar gewesen, zumal der 30-Jhrige gleich einige lukrative Angebote vorliegen hatte. Aber Gazdag selbst denkt berhaupt nicht mehr daran, "seinen" SVH im Sommer zu verlassen. "Es gab ein paar Gesprche mit den Fhrungskrften in der Mannschaft - und in denen hat es sich sehr schnell ergeben, dass es zwischen ihr und mir weiterhin sehr gut passt" berichtet er. Folgerichtig seine Frage: "Weshalb sollte ich dann, in ein paar Monaten, etwas Neues beginnen, wenn es mir hier weiterhin gefllt?"

Dass es nach vier Jahren Zusammenarbeit auch mal zu Abnutzungserscheinungen zwischen Team und Chefcoach kommen kann - nichts Ungewhnliches im Fuballgeschft. Nur in Hrzhausen sei das laut Gazdag nicht der Fall: "Dadurch, dass ich aktuell meinen Trainerschein zur B-Lizenz mache, lerne ich extern immer wieder neue Sachen - und mit denen kann ich dann beim SVH immer wieder neue Impulse setzen." Die Konsequenz daraus: Die Trainingseinheiten wrden nie langweilig werden - obwohl sich beide Seiten schon seit Langem bestens kennen, schtzen beziehungsweise sogar richtig mgen.

"Ja, der SVH ist wie eine groe Familie", sagt Gazdag: "Der Zusammenhalt in diesem Verein ist extrem, so etwas wie eine Grppchenbildung zwischen alt und jung gibt es nicht - und gerade das ist mir ausgesprochen wichtig." Als er 2015 zu den Rotweien gekommen war, sei das noch nicht ganz so ausgeprgt gewesen - das rumt der Arnbacher ein: "Damals hatte der SVH noch keinen allzu guten Ruf besessen - weshalb auch immer. Aber seitdem hat sich eben einiges getan, wir haben eine gute Struktur in die Mannschaft gebracht - und mittlerweile sind wir aus der A-Klasse berhaupt nicht nicht mehr wegzudenken."

Wie sehr sich das Gesicht des Hrzhausener zuletzt verndert hat, Gazdag kann es auch an einer Zahl festmachen: "Seitdem ich hier arbeite, habe ich mittlerweile schon 45 verschiedene Spieler trainiert. Und jetzt, so glaube ich, drfen wir mit Recht behaupten, dass wir eine Mannschaft besitzen, die voll zusammenpasst - beziehungsweise die auf und neben dem Platz ausgesprochen diszipliniert auftritt, worauf ich grten Wert lege."

Trotzdem, bei aller Freude ber das tolle Miteinander: Ein bisschen mehr sportlichen Erfolg htte der Spielertrainer schon ganz gerne. "Gerade in der aktuellen Saison haben wir bislang nicht das erreicht, was wir wollten. Wir befinden uns ja wieder nur im breiten Mittelfeld der Tabelle", so der 30-Jhrige. Genauer ausgedrckt liegen die Hrzhausener aktuell auf Rang sieben der A-Klasse Aichach - mit bereits 16 Punkten Vorsprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz, aber auch mit einem 19-Zhler-Polster auf die Abstiegszone. "Um ganz vorne mitmischen zu knnen, dazu fehlt uns momentan noch die Konstanz", sagt Gazdag: "Allerdings arbeiten wir dran."

Den nchsten Schritt nach oben - natrlich mchte ihn der Arnbacher zeitnah machen. "Am allerliebsten mit dem SVH", ergnzt er sofort. Oder vielleicht tut es der 30-Jhrige irgendwann doch woanders? Darber mchte er aktuell nicht spekulieren. Wenn Gazdag nach vorne blickt, dann lediglich auf die Spielzeit 2019/20 - seine eben fnfte in Hrzhausen: "Stand jetzt haben wir im Sommer keine Abgnge - das bedeutet, dass wir uns in der neuen Saison noch besser miteinander einspielen knnen. Und falls es uns zudem gelingen sollte, den Kader noch ein bisschen in der Breite zu ergnzen - wer wei?.?.?."

Der Offensivakteur, der in seinen 91 bisherigen Punktspielen mit dem SVH 143 Zhler holte (1,57 im Schnitt) und 42 Siege feierte, lchelt bei diesen Stzen schelmisch. Er hat mit den Rotweien eben noch eine Menge vor, eine Art Amtsmdigkeit ist nicht einmal im Ansatz bei ihm sprbar. "Ich bin nach wie vor hei", verspricht Gazdag - wohl sehr zur Freude aller Hrzhausener Fans.

Quelle: Roland Kaufmann, in: Schrobenhausener Zeitung vom 10.01.2019, Foto: M. Schalk

Premiere beim 34. Auftritt

Meldung vom 06.01.19

Harry Reisner ist als Turnier-Cheforganisator ja stets darum bemht, das Spektakel in der Dreifachsporthalle komplett neutral zu verfolgen. Aber ge-stern, kurz vor 18 Uhr, konnte auch der 57-Jhrige nicht mehr anders: Er musste da einfach ber das ganze Gesicht strahlen, voller Stolz auf seinen Heimatverein - und wirklich jeder gnnte es ihm. "Es hatte es fast schon nicht mehr fr mglich gehalten, dass ich das mal erleben darf", so sein erster Kommentar - um bereits im nchsten Augenblick doch wieder sachlich zu werden: "Auch insgesamt fand ich die Veranstaltung wieder vollauf gelungen. Die Stimmung war hervorragend, vor allem das gute Verhltnis der teilnehmenden Teams untereinander imponierte mir. Es gab keinerlei Gehssigkeiten, es blieb fair - also genau so, wie es sein sollte." Und es waren diesmal auch nicht die blichen Verdchtigen, die den inoffiziellen Altlandkreismeistertitel unter sich ausmachten. Besonders bse erwischte es gestern die DJK Langenmosen, die sechsfache Cupgewinnerin seit 2007: Ihr blieb bereits nach der Gruppenphase nichts anderes brig, als die Koffer zu packen - obwohl sie in ihren drei Matches keine einzige Niederlage hinnehmen musste. In der alles entscheidenden Vorrundenpartie gegen die Mhlrieder lag die DJK sogar schon mit 2:0 vorne. Htte sie den Vorsprung ber die Zeit gebracht - sie wre in der Runde der letzten Acht gewesen und der SCM drauen. Stattdessen jedoch schnrte Marco Rechenauer in der Schlussphase einen Doppelpack - und alles wurde anders. "In der Gruppenphase hatten wir tatschlich viel Glck, dass wir nicht frhzeitig rausflogen", so der SCM-Goalgetter ganz ehrlich: "Aber danach haben wir uns von Partie zu Partie gesteigert, sind zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen." Und letztlich sogar Turniersieger geworden. "Nach unserem klaren 5:0 im Viertelfinale gegen die DJK Brunnen dachte ich mir das erste Mal: ,Warum eigentlich nicht? Und jetzt haben wir es in der Tat geschafft, das ist einfach nur geil", jubelte Rechenauer. Dass er mit acht Treffern zudem Torschtzenknig des gesamten Turniers wurde - zweifellos ein schnes Zuckerl fr ihn. "Aber mehr auch nicht. Der Erfolg der Mannschaft steht ber allem", betonte der 28-Jhrige sofort. Rund sechs Stunden zuvor, gegen 12 Uhr , hatte es dagegen noch bitterbse fr die Mhlrieder ausgesehen. Da nmlich hatten sie gerade ihr erstes Gruppenspiel verloren, waren beim 1:5 gegen den FC Gerolsbach fast schon vorgefhrt worden. Oder, ein bisschen anders ausgedrckt: Der FCG hatte von Beginn an unter Beweis gestellt, dass er heuer zu Recht als Topfavorit angesehen wurde. Und der aktuelle Tabellensiebte der Kreisliga Ostschwaben machte auf diese Weise auch weiter, zog dadurch folgerichtig ins groe Endspiel ein - um hier eben erneut auf den SCM zu treffen. "Blo da waren wir leider nicht mehr so prsent wie im ersten Aufeinandertreffen", rgerte sich Sebastian Waltl, der ge-stern fr das Gerolsbacher Team verantwortlich war. Prompt reichte es nach der regulren Spielzeit "nur" zu einem 1:1-Remis, der Turniergewinner musste deshalb in einem Neunmeterschieen - und hier erwiesen sich die Mhlrieder als einen Tick nervenstrker. "So etwas ist immer Glckssache", meint Waltl. Der gute Gesamtauftritt der Seinen an diesem 6. Januar, der immer noch gute zweite Rang im Abschlussklassement - all das konnte den 26-Jhrigen nicht trsten: "Ich bin niemand, der bereits mit dem zweiten Platz zufrieden ist. Und ich glaube, der Rest meiner Mannschaft ist es auch nicht - obwohl wir gegen gute Mhlrieder verloren."

Ganz anders die Stimmungslage bei Alexander Gazdag und seinem SV Hrzhausen - nach der Finalteilnahme 2018 durfte sich der A-Klassist diesmal immerhin als Dritter feiern lassen. "Und dies ist definitiv genauso hoch zu bewerten wie unser berraschungscoup vor zwlf Monaten", so der Spielertrainer: "Wir drfen richtig stolz auf uns sein, zumal wir vor dem Turnier in Schrobenhausen nur einmal miteinander in der Halle trainieren konnten." Eines der "Opfer" des SVH am gestrigen Sonntag hie TSV Hohenwart, der Pokalverteidiger schied im Viertelfinale fast schon sensationell gegen die Hrzhausener aus. Wie es dazu kommen konnte - obwohl die Paartaler zuvor, in der Gruppenphase, gleich drei verdiente Siege eingefahren hatten? TSV-Urgestein Franz Sedlmair hatte da seine ganz eigene Theorie: "Es ist anscheinend ein Fehler, wenn man in der Vorrunde zu souvern auftritt. Dann nmlich kann's passieren, dass man einen Tick zu locker in die K.o.-Phase geht - und pltzlich wird das Ganze zur Kopfsache."

Der 49-Jhrige nahm das frhe Scheitern mit seinen Hohenwartern aber sehr sportlich: "Das Wichtigste ist doch, dass sich niemand verletzte und dass es erneut eine Menge Spa gemacht hat." Die Augen von Sedlmair, der allerorts nur respektvoll "Sexy" genannt wird, leuchteten bei diesen Worten. Also ganz klar: 2020, bei der dann 35. Auflage des Sparkassencupturniers, ist er erneut als Aktiver dabei - oder? "Es hilft ja nichts. So wie heuer kann ich doch nicht aufhren", so der Edelroutinier mit einem Augenzwinkern. Das Publikum drfte es freuen.

Und wenn wir schon gerade bei den Zuschauern sind: Auch gestern drngten sich wieder rund 900 Fuballinteressierte in die Dreifachsporthalle. Whrend sich der Budenzauber andernorts auf dem absteigenden Ast befindet, im Altlandkreis sind sie weiterhin richtiggehend hei drauf. Und es spricht nicht absolut nichts dafr, dass sich hieran in den nchsten Jahren etwas ndern sollte.

Quelle: Roland Kaufmann, in: Schrobenhausener Zeitung vom 07.01.2019, Foto: M. Schalk

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