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FC Türkenelf Schrobenhausen - SV Hörzhausen 4:3

Meldung vom 26.10.20

Nach extrem spannenden, teilweise auch sehr hitzigen 90 Minuten und einer langen Nachspielzeit schöpft der FCT neue Hoffnung. "Man hat deutlich gesehen: Wir haben uns noch nicht aufgegeben", jubelt Vereinschef Avsar Satilmis nach dem umkämpften Derbysieg voller Erleichterung. Und ja, sportlich tat seine Mannschaft gestern Nachmittag tatsächlich einiges, um sich stark verbessert zu präsentieren - was auf das Drumherum allerdings nicht zutraf: Nach dem eigenen Sieg mit zweifelhaften Gesten auf die gegnerischen (und neutralen) Zuschauer zuzulaufen, war - erst recht bei der Vorgeschichte der Partie - sicherlich genauso unnötig und unschön wie die zwei Platzverweise wegen einer Tätlichkeit und wegen Meckerns. "Ziemlich dumm", findet das auch Satilmis, der sagt: "Wir hätten uns das Leben beinahe wieder einmal selbst schwer gemacht. " Seine Mannschaft hatte die Partie gegen enttäuschende Gäste nämlich gut im Griff und ging viermal - durch Mustafa Halici (3./ Elfmeter), Spielertrainer Abdullah Zorlu (28.), Bilal Eroglu (64.) und ein Hörzhausener Eigentor (77.) - in Führung. Die SVH-Kicker glichen dagegen nur dreimal aus - und zwar durch Alexander Gazdag (5./61.) sowie Marco Stemmer (68.). Dann trat Yavuz Halici gegen Ferdinand Hofmann nach und sah Rot (84.), während sich Zorlu selbst kurz darauf Gelb-Rot einhandelte (86.). Daraufhin begann die Abwehrschlacht des FCT- inklusive aller (Zeitspiel-)Tricks und einem in der Schlussphase überragenden "Not-Torwart" Emre Eroglu, der eigentlich Feldspieler des Reserveteams ist. "Wir haben uns die Niederlage am Ende trotz allem selbst zuzuschreiben", sagt ein enttäuschter SVH-Abteilungsleiter Richard Fischer. Die FCT-Kicker feierten ihren Sieg derweil wie den Aufstieg, den wenige Stunden zuvor ja an Ort und Stelle der FC Schrobenhausen perfekt gemacht hatte. "Das ist nochmals ein Grund mehr, um drinzubleiben", so Satilmis.

Quelle: SZ, in: Schrobenhausener Zeitung vom 26.10.2020; Foto: M. Schalk

Beidseitiges Hoffen auf ein gewöhnliches Spiel

Meldung vom 23.10.20

Im November 2019 war es zwischen dem FC Türkenelf Schrobenhausen und dem SV Hörzhausen noch hoch hergegangen

Schrobenhausen/Hörzhausen - Es soll ein ganz normales Fußballspiel werden, da sind sich beide Seiten einig.
Denn obwohl die Begegnung des FC Türkenelf Schrobenhausen mit dem SV Hörzhausen ja eine Vorgeschichte hat, geht es am Sonntagnachmittag (15 Uhr) "nur" um drei Punkte.

A-Klasse Aichach Fast ein Jahr ist inzwischen vergangen, seit das Derby im November 2019 die Gemüter (auch in den Wochen und Monaten danach) erhitzt hatte. Nach dem harten Foul an SVH-Akteur Matthias Rupp, das zu einem offenen Schien- und Wadenbeinbruch, dem Spielabbruch in Schrobenhausen und vielen Folgediskussionen führte, ist inzwischen wieder etwas Ruhe eingekehrt. Rupp wird am Sonntag ebenso wenig auf dem Feld stehen, wie Haci Cetinyürek, der damals gefoult hatte und vom FCT diesmal nicht eingesetzt wird. Vergessen sind die Bilder und Streitereien von damals trotzdem nicht ganz, beide Parteien hoffen beim Wiedersehen aber auf einen den momentanen Umständen entsprechend entspannten Fußballnachmittag. Richard Fischer zum Beispiel wäre es am liebsten, "wenn der Schiedsrichter über 90 Minuten nicht einen Freistoß pfeifen müsste". Dass das nicht passieren wird, ist dem SVH-Abteilungsleiter klar, doch was er mit seiner nicht ganz ernst gemeinten Aussage bekräftigen will: "Wir wollen überhaupt keine Aufregung. " Verkrampft zurückhaltend in das Spiel zu gehen, sei dabei aber ebenso falsch wie übertriebene Emotionen. "Es soll einfach ein ganz normales Spiel werden", bekräftigt Fischer. Und ja, in diesem Punkt sind sich beide Seiten einig, denn auch FCT-Vereinschef Avsar Satilmis betont: "Es wird Zweikämpfe geben, aber natürlich soll diesmal alles in einem fairen Rahmen ablaufen. Auch wenn es Amateursport ist, sollten wir uns da ein Stück weit professionell verhalten und es als ein Spiel wie jedes andere angehen. " So sind beide Vereinsvertreter bei ihrer Einschätzung zur Partie auch schnell beim Sportlichen: Für Satilmis und seinen FC Türkenelf geht es nämlich noch um einen der letzten Strohhalme zum Klassenerhalt. "Natürlich würden wir gerne gewinnen und uns dann doch noch mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden", sagt der 28-Jährige. Und er ist guter Dinge, dass das auch gelingen kann. "Die Trainingsbeteiligung war zuletzt gut, und die Fortschritte hat man ja schon beim Heimspiel gegen Hollenbach II gesehen", betont er. Gegen den Tabellenvierten kassierte der FCT zwar vor einer Woche eine 1:3-Niederlage - allerdings lieferte er hierbei eine gute Leistung ab und erarbeitete sich viele Chancen. Der SVH dagegen hat weder Ambitionen nach oben noch Sorgen nach unten. Fischer stellt trotzdem klar: "Wir haben 23 Punkte, der FCT besitzt als Tabellenletzter nur drei. Es ist doch logisch, dass wir den Anspruch haben, dieses Spiel zu gewinnen. " Ganz leicht wird das nicht, da auch die Hörzhausener derzeit mit (indirekt) coronabedingten Ausfällen zu kämpfen haben. "Ich kann ja keinen Spieler zwingen, zu spielen, wenn er irgendwelche gesundheitlichen oder beruflichen Auswirkungen befürchtet", beschreibt Fischer das Dilemma, das derzeit viele Vereine umtreibt. Die Situation sei generell schwierig. Mit dem Nachholmatch gegen den SV Klingsmoos II, das in einer Woche in Hörzhausen stattfinden und quasi das Abschiedsspiel von Trainer Alexander Gazdag werden soll, wolle man sich zumindest mit einem einigermaßen guten Gefühl aus diesem sonderbaren Fußballjahr 2020 verabschieden. Was Fischer noch einmal zur Auswärtspartie am Sonntag in Schrobenhausen bringt: Die Vorgeschichte des Derbys habe zwar rein gar nichts mit der aktuellen Corona-Situation zu tun - "aber gerade in solchen Zeiten braucht man doch nicht noch irgendwelche ?schlimmen' Dinge drumherum. " Fischers Appell: "Das Spiel von damals ausblenden, dann soll am Sonntagnachmittag einfach der Bessere gewinnen."

Quelle: SZ, in: Schrobenhausener Zeitung vom 23.10.2020; Foto: M. Schalk (Archiv)

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